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Wort des Monats April/Mai 2018

Monatsprogramm April/Mai 2018 (als pdf)

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Heb. 11,1



Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des  CVJM Ansbach,

wie oft haben wir nicht schon den Satz gehört „Ich glaube nur an das, was ich sehe“ oder „Ich glaube es erst, wenn ich es sehe“. Aber ist das dann wirklich Glauben? 

Von vielen Sachen wissen wir einfach, dass es sie gibt, weil wir sie sehen, fühlen, anfassen können. Gott können wir nicht sehen, ihn nicht mit unseren Händen fühlen oder anfassen.

Es gibt aber doch auch andere Sachen, die wir nicht wirklich sehen. Nehmen wir einmal den Strom. Ich habe den Strom noch nicht gesehen. Ich weiß aber, dass es ihn gibt, weil die Glühbirne brennt und den Raum hell erleuchtet. Oder den Wind. Ich weiß, dass es ihn gibt. Ich sehe nur seine Kraft und Auswirkung dadurch, dass das Segel eines Schiffes aufgeblasen wird oder die Äste eines Baumes gebogen werden. Und auch die Liebe wird nur sichtbar in den Menschen, wenn ich ein verliebtes Pärchen beobachte oder sehe wie liebevoll eine Mutter mit ihrem Baby umgeht.

Und genauso ist es mit unserem Glauben, den wir in unserem Herzen tragen. Wir können ihn nicht sehen. Aber wir glauben daran, dass Gott der Schöpfer aller Welt, der Ursprung und Ziel von allem Leben ist. Wir glauben, dass Jesus, der gesandte Sohn Gottes, der Auferstandene ist, mit dem wir ewig leben werden. Genau das feiern wir gemeinsam jetzt  an Ostern. Eine schwere Kost, das zu glauben, wo wir doch Jesus nicht sehen, anfassen, umarmen können, wie einen „irdischen“ Freund. 

So wie wir Strom im brennenden Licht und Wind in den gebogenen Ästen eines Baumes erkennen, so können wir Gott in der Natur entdecken. Wir sehen wie bei den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen die Natur zum Leben erweckt wird, z.B. durch das Blühen der ersten Krokusse nach dem Schnee und wie wunderbar alles gemacht ist. Wir können ihn in einem lebendigen Christen, in seinem Verhalten oder seiner Liebe gegenüber seinen Mitmenschen erkennen, wenn z.B. jemand für selbstverständliches ein paar nette Worte als Dank äußert. Oder wir können ihn in uns selbst erkennen, wenn wir z.B. an unerwarteter Stelle genau die Kraft bekommen, die wir gerade für die Erledigung der Aufgabe brauchen.

Ich darf mich auf Gott verlassen, auf ihn vertrauen und auf ihn hoffen. Manchmal ist das sehr schwer, aber ich möchte Sie und mich ermutigen an Gott festzuhalten – ganz egal, ob wir ihn sehen oder nicht. Er hat uns zugesprochen: „Ich bin bei euch, alle Tage, bis an der Welt Ende.“ Und diese Zusage steht, auch wenn wir Gott nicht fassen und – in mehrfacher Hinsicht – begreifen können.

Vielleicht denken Sie/denkst du einfach mal über die Frage nach, wo du zuletzt Gott gesehen oder erlebt hast.

Deine/ Ihre Nadine Schelenz

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